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Organisationslabor

In einem Organisationslabor bzw. Organisationstraining werden Sie temporär zum Teil einer Organisation. Sie lernen, wie Organisationen funktionieren, wie Sie sich selbst darin verhalten und wie sie die Erkenntnisse in ihre Arbeitspraxis übertragen können. Das organisatorische Leben mit seinen prozesshaften und strukturellen Elementen wie Arbeitsorganisation, Führungsstrukturen, Rollen-, Zeit- und Raumgrenzen wird in diesem Training temporär aufgebaut und untersucht. Als Teilnehmende können Sie selbst unterschiedliche Rollen übernehmen und ausprobieren. Beispielsweise können Sie in Führungs- bzw. Untergebenen-Rollen gehen und deren Dynamiken erfahren. Sie erleben, was es bedeutet, dem einen oder anderen System anzugehören und die unbewussten Prozesse in ihm und zwischen ihnen zu verstehen.

Folgende Themenschwerpunkt können untersucht werden:

  • Was ermöglich, was verhindert Hierarchie bzw. worin besteht die Notwendigkeit Hierarchien zu etablieren und zu begründen? 
  • Wir wirkt sich das individuelle Bedürfnis danach geführt zu werden, bzw. der Wunsch nach Partizipation und aktiver Mitgestaltung auf der anderen Seite aus?
  • Woraus ergeben sich Auseinandersetzungen um die Machtfrage im Allgemeinen und die Möglichkeiten der konkreten Einflussnahme auf Entscheidungen im Besonderen? 
  • Wann werden Prozesse der gemeinsamen Willensbildung, des Repräsentantentums, der Delegation, der Kontrolle, sowie die daraus resultierenden kollektiven Stimmungslagen, welche die Kultur und Subkulturen der Organisation ausmachen, problematisch?

Wir erreicht man ein besseres Verständnis von politischen Prozessen innerhalb von Organisationen sowie dem Management allgemein?

Die wichtigsten Aufbauelemente eines Organisationslabors

Plenum:
Zu Beginn, während des Trainings und zum Abschluss der Veranstaltung finden Plenarveranstaltungen statt. An diesen Veranstaltungen nehmen alle Personen teil. Die Plena dienen der Koordination des Gesamtsystems.

Aktionsphasen:
Während dieser Phasen findet die eigentliche Spielsequenz statt. Hier existieren ausschliesslich das organisationale Vorgehen und die organisationale Kommunikation. Wer wirksam werden will, muss sich in der Organisation orientieren, ihre Gesetzmässigkeiten erkennen und angemessene Vorgehensweisen entwickeln. 

Reflexionsphasen gibt es in unterschiedlicher Form:

Als Zwischenreflexion:
Während dieser Einheiten wird die Organisationssimulation unterbrochen und das eigene Vorgehen und dessen Wirksamkeit besprochen: Wer oder was trieb mich an? Wer oder was hat mich blockiert? Was will ich in der nächsten Sequenz ausprobieren? 

Als Schlussreflexion:
Nach Abschluss der Simulation und entsprechender Unterstützung durch die Vorstellung verschiedener Theoriemodelle reflektiert und bewertet jede Organisationseinheit ihr Handeln und den Zielerreichungsgrad. Die Ursachen für den Erfolg oder Misserfolg in der Gesamtorganisation werden diskutiert, dadurch wird ein tieferes Verständnis für Organisationsprozesse gewonnen.

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